Firmenwagen bei Aushilfen (Minijob)

Aushilfen dürfen monatlich 450 € verdienen. Die Abgabe an die Knappschaft beträgt pauschal 30% = 135 €.
Die Steuerersparnis des Arbeitgebers wird mit ca. 35% angenommen = 157,50 €.

Wenn nun der Arbeitgeber keinen Barlohn, sondern Sachlohn in Form der PKW-Gestellung gewährt, kann sich folgendes Steuersparmodell entwickeln:

Beispiel: Ein Neuwagen zum Kaufpreis von 20.000 € verursacht jährlich folgende Kosten:

Abschreibung 2.500 €
Tanken 1.500 €
Reparatur 1.200 €
Steuer 300 €
Versicherung 1.000 €
Summe 6.500 €

Steuerersparnis im Betrieb hierdurch ca. 35% = 2.275 €

Belastung des geldwerten Vorteils für die Aushilfe nach der 1% Regel
Jahresbetrag 2.400 €
davon 30 % Abgabe an die Knappschaft =  - 720 €

Steuervorteil somit = 1.555 € p.a.

Wichtig: Die 450 € Monatsgrenze ist zwingend einzuhalten. Eine Aushilfe darf deshalb neben dem Vorteil aus der Kfz-Gestellung nur noch einen Barlohn von 250 € p.m. (450 € - 200 €) erhalten. (Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sind ebenfalls mindernd anzusetzen).

Jede anderweitig beschäftigte Vollzeitkraft kann im eigenen Betrieb auf 450 € Basis mit dem günstigen pauschalen Abgabesatz von 30% beschäftigt werden.

(Bei Vollzeitkräften beträgt der Vorteil lediglich 715 € p.a., da höhere Sozialversicherungsbeiträge abzuführen sind).

Dieses Modell kann insbesondere bei Mitarbeit aus dem Familienkreis als Gestaltung gewählt werden.

Voraussetzung ist allerdings, dass mit dem Auto tatsächlich umfangreiche Fahrten für den Betrieb durchzuführen sind.